Tiefe Analyse durch Simulation: Vom Bottleneck zur Prozessklarheit
Ein wesentlicher Vorteil der Prozesssimulation in der Produktion liegt in den umfassenden Analysemöglichkeiten:
Nach Aufbau und Validierung des Simulationsmodells lassen sich typische Fragestellungen, wie Engpässe im Materialfluss oder die Auswirkungen bestimmter Parameteränderungen, effizient beantworten. Grafiken, Kennzahlen und dynamische Auswertungen machen Ursachen sichtbar und Zusammenhänge transparent. In vielen Projekten zeigt sich zudem: Simulationen decken bislang unbekannte Einflussfaktoren auf.
Ein konkretes Beispiel: In einem Projekt mit fahrerlosen Transportsystemen (FTS) führte die Betrachtung der Ladezyklen zu einer deutlich höheren Fahrzeuganzahl, mit erheblichen Auswirkungen auf Wirtschaftlichkeit und Systemwahl. Die Simulation legte den Grundstein für eine fundierte, alternative Entscheidung zugunsten eines manuellen Systems.
Ein weiterer Effekt: Die Simulation zwingt alle Projektbeteiligten zur exakten Beschreibung und Abstimmung der Prozesse – was häufig zu einem tieferen, nachhaltigen Prozessverständnis führt.
Nachhaltiger Nutzen: Der Digitale Zwilling der Produktion
Ein einmal erstelltes Simulationsmodell ist kein Einwegwerkzeug – es entwickelt sich zum langfristig nutzbaren digitalen Zwilling der Produktion. Dieser kann bei zukünftigen Änderungen, etwa bei Kapazitätserweiterungen, Produktwechseln oder Layoutanpassungen, als realitätsnahes Testfeld dienen.
So entsteht ein kontinuierliches Optimierungsinstrument, das Unternehmen flexibel und resilient macht – zentrale Ziele im Kontext von Industrie 4.0.