Wie viele fahrerlose Transportfahrzeuge braucht eine Reinraumproduktion wirklich?
Wie lassen sich Schleusenprozesse realistisch planen?
Und warum scheitern viele Reinraumprojekte nicht an der Technik; sondern an falsch eingeschätzten Material- und Personalflüssen?
Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Vortrags auf den LOUNGES Cleanroom and Processes in Karlsruhe 2026. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein konnten, geben wir hier einen kompakten Einblick und laden gleichzeitig zu unserem Webinar am 28.04. ein, in dem wir das Thema nochmals detailliert zeigen werden.
Warum Simulation im Reinraum immer wichtiger wird
Reinräume gehören zu den anspruchsvollsten Produktionsumgebungen der Industrie. Ob Medizintechnik, Pharma oder Halbleiterfertigung, dort entscheidet nicht nur die Maschine über den Erfolg, sondern vor allem der Materialfluss.
In vielen Projekten zeigt sich ein typisches Problem:
Die technische Planung funktioniert aber in der Realität entstehen plötzlich Engpässe:
- Transportwege werden länger als gedacht
- Schleusen werden zum Bottleneck
- Pufferflächen reichen nicht aus
- Personalwege verursachen unnötige Wartezeiten
Genau hier setzt die Materialfluss- und Prozesssimulation an. Sie macht sichtbar, wie sich Material, Personal und Ressourcen wirklich im System verhalten, noch bevor der Reinraum gebaut oder umgebaut wird.
Was wir auf den LOUNGES in Karlsruhe gezeigt haben
In unserem Vortrag haben wir zwei reale Praxisprojekte aus der Medizintechnik vorgestellt. Ziel war es zu zeigen, wie Simulation nicht nur analysiert, sondern konkrete Investitionsentscheidungen absichert.
Ein Beispiel:
In einem Projekt sollte geklärt werden, wie viele fahrerlose Transportfahrzeuge tatsächlich benötigt werden. Die ursprünglichen Annahmen lagen deutlich höher als das, was später wirklich notwendig war.
Erst durch die Simulation wurde sichtbar:
- wie sich Lastspitzen im Tagesverlauf verhalten
- wo sich Transporte tatsächlich bündeln
- welche Wege besonders stark belastet sind
- und wie sich Pufferflächen realistisch dimensionieren lassen
Die Erkenntnisse waren für das Projekt nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich entscheidend.
Warum klassische Planung oft nicht ausreicht
Gerade im Reinraum wirken viele Einflussgrößen gleichzeitig:
- unterschiedliche Produktvarianten
- variable Prozesszeiten
- begrenzte Schleusenkapazitäten
- komplexe Materialflüsse
- Personalbewegungen im gleichen System
Ein einzelner Fehler in der Planung kann später sehr teuer werden. Und genau deshalb wird Simulation immer häufiger nicht mehr als „Nice-to-have“, sondern als strategisches Planungswerkzeug eingesetzt.
Was Sie im Webinar konkret sehen werden
Da uns nach dem Vortrag viele Rückmeldungen erreicht haben, vor allem von Interessenten, die nicht vor Ort sein konnten, bieten wir den Vortrag noch einmal Online an. Das erwartet Sie:
- Wie ein Simulationsprojekt konkret aufgebaut wird
- Welche Daten wirklich benötigt werden (und welche nicht)
- Wie Engpässe im Reinraum frühzeitig erkannt werden
- Wie sich Transportbedarf realistisch bestimmen lässt
- Typische Planungsfehler – und wie man sie vermeidet
- Praxisbeispiele aus der Medizintechnik
Das Webinar richtet sich besonders an:
- Produktionsleiter
- Projektleiter Reinraumplanung
- Entscheider aus regulierten Produktionsbereichen (z. B. Reinraum, Sauberraum)
- Unternehmen, die aktuell einen Reinraum planen oder erweitern
Einladung zum Webinar am 28.04.
Wenn Sie sich aktuell mit Reinraumplanung, Materialfluss oder stabilen Produktionssystemen beschäftigen, lohnt sich die Teilnahme.
